Platons berühmtes Gleichnis…

Das Höhlengleichnis 

(Verfasser: Philipp)

Zu aller Erst, das Höhlengleichnis stammt aus Platons Werk Politeia, und ist nur eins von vielen.

Alles beginnt damit, dass einige Menschen in einer dunklen Höhle gefangen sind. Dort sind sie so gebunden, dass sie sich nicht bewegen können und an die Wand vor ihnen starren müssen (den logischen Aspekt mit dem Essen, Trinken und Stuhlgang übergehen wir hier mal ;)). Gemeint ist eigentlich fast die gesamte Weltbevölkerung die mit ihren Gedanken im Dunklen tappt. Hinter ihnen ist eine hohe Mauer aufgebaut, hinter der Menschen Gegenstände vorbei tragen. Ein Feuer  im Rücken der Gefangenen wirft die Schatten der vorbeigetragenen Dinge an die Wand. Die Zuschauer denken natürlich hierbei handele es sich um die wahren Gegenstände (die einzig wahren Tatsachen). Klar zu erkennen ist, dass Platon sagen will, das alles was wir (eben die nichts ahnende Weltbevölkerung) wahrnehmen nur ein Abbild der Wahrheit ist, dass uns etwas entgeht. Eines Tages werden einem Gefangenen die Fesseln gelöst, woraufhin dieser in das Feuer blickt und geblendet wird. Am liebsten würde er weiter wegschauen. Das Feuer steht für die erste Erkenntnis und die unangenehme Blendung für die Reaktion des Unwissenden, der anstatt zu lernen, lieber wieder in das vertraute Dunkel zurück wöllte. Doch stattdessen kriecht er (oder sie, im Namen der Gleichberechtigung und um nicht von Feministen kastriert zu werden)  aus der Höhle her raus und ist überwältigt/geblendet vom Sonnenlicht (eben der absoluten Erkenntnis und allen Ideen) und braucht wieder hier eine Weile um sich daran zu gewöhnen. Hiermit zeigt uns Platon, dass die erste Erleuchtung unserem jungen Held nicht genug war, und er unbedingt alles sehen und begreifen will. Zurück in der Höhle will der wackere Geselle seine Erkenntnis, ja sein Glück mit anderen teilen. Er befreit seine Mitinsassen (danke vielmals, hier auch von meiner Seite) und zeigt ihnen zu erst das Feuer. Die Blendung die sie erfahren macht sie wütend, und in ihrer Wut (die natürlich nur von Unwissenheit stammt, keineswegs davon das man praktisch ihre Netzhäute verbrennt) wehren sie sich. Womöglich wird unser tapferer Abenteurer seinen kleinen Ausflug ans Licht mit dem Leben bezahlen müssen. Doch dieser Vorgang soll sich Platon nach immer wieder in der Menschheitsgeschichte wiederholen. Ein fetter Happen Information, ich weiß. Gemeint ist, dass der erleuchtete Mensch (in Fachkreisen auch Philosoph genannt) ein dringendes Bedürfnis verspürt, die anderen aus der Dunkelheit des Unwissens und der Halbwahrheiten zu befreien. Diese wollen, gekränkt durch die Blendung, nicht einsehen, dass er die Wahrheit spricht. Manche Philosophen (oder Propheten) starben im Verlauf der Geschichte bei ihren Versuchen, die „Wahrheit“ unters Volk zu bringen (True Story :D).

 

(Quellen für die Wissensdurstigen: http://www.iwp.jku.at/Born/mpwfst/04/hoehlengleichnis190mm.jpg )

höhlengleichnis

Sicher hört sich das alles am Anfang ganz logisch und sogar vernünftig an. Doch übertragen wir das ganze mal in unser reales Leben:

Es gibt auf der Welt grob 200 Länder, alle insgesamt mit über 7 Milliarden Menschen, von denen die meisten sicherlich gut denken können. Seit Platon sind auch noch über 2000 Jahre vergangen mit Millionen und aber Millionen von denkenden und sehenden Menschen. Und immer und überall gab es jemanden, der behauptete die Wahrheit zu kenne. Manchen glaubte man eher (z.B. Mohammed, Jesus, etc.) anderen eher weniger (keine Angaben möglich, da diese Unglücklichen im Dunklen der Geschichte versunken sind). Heutzutage werden wir „besorgte Bürger“ (ein Schelm wer böses dabei denkt) von der „Wahrheit“ gerade zu überflutet. Wer hier hat noch nichts von Scientology und so ähnlichem „Kram“ gehört?! Doch als Schlusswort:

Leutchens, selber nachdenken hilft. Lasst euch von niemanden einreden, was ihr zu glauben habt und was wahr ist und was nicht (außer natürlich von Kirche, Staat, Pegida, den Antifanten , der NSA und mir natürlich :3).

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